Eine Entscheidung wird sichtbar, bevor sie umgesetzt wird
Amtliche Wanderungsdaten beginnen meist mit dem vollzogenen Wegzug. Sie zeigen nicht, wie lange eine Entscheidung gereift ist, welche Motive zusammengewirkt haben oder unter welchen Bedingungen eine Person geblieben wäre.
Der Abwanderungsmonitor untersucht diese Vorphase mit einer fortlaufenden Online-Befragung und veröffentlicht die freigegebenen Antworten in aggregierter Form.
Wie das Projekt arbeitet
Zum Projekt gehören:
- ein versionierter Fragebogen
- technische und manuelle Qualitätsprüfung
- freigegebene, aggregierte Datensätze
- eine dokumentierte Methodik
- öffentliche Ergebnis- und Datensatzseiten
- API-Zugang zu veröffentlichten Aggregationen
- Ratgeber zur Einordnung und Vorbereitung
Was der AWI ist – und was nicht
Der Abwanderungs-Index (AWI) ist eine Kennzahl von 0 bis 100, die vier gewichtete Sub-Indikatoren aus dem Fragebogen zu einem Wert verdichtet.
Er ist keine amtliche Kennzahl, kein Vorhersagemodell für einzelne Personen und kein Beweis dafür, dass ein bestimmter Faktor eine Auswanderung verursacht. Er zeigt Richtung und Ausmaß der Abwanderungsneigung innerhalb der Stichprobe zu einem bestimmten Zeitpunkt.
Was nicht zum Projekt gehört
Der Abwanderungsmonitor verkauft keine personenbezogenen Umfrageprofile. Rohantworten einzelner Teilnehmender werden nicht an Arbeitgeber, Anbieter oder sonstige Dritte weitergegeben. Veröffentlicht und lizenziert werden ausschließlich aggregierte Auswertungen.
Wer Verantwortung trägt
Betreiber: [Platzhalter: rechtlicher Name des Betreibers]
Anschrift: [Platzhalter: Anschrift]
Redaktionell verantwortlich: [Platzhalter: verantwortliche Person]
Kontakt: Kontaktformular
Diese Angaben müssen vor Veröffentlichung vollständig mit Impressum und Datenschutz abgestimmt sein.
Unabhängig, aber nicht frei von Entscheidungen
Der Monitor ist keiner Partei zugeordnet. Er bewertet nicht, ob ein genanntes Motiv politisch erwünscht oder unerwünscht ist.
Trotzdem wäre es unredlich, vollständige Wertfreiheit zu behaupten. Schon die Auswahl und Formulierung von Fragen enthält Annahmen. Deshalb werden Fragebogen, Methodik und Änderungen offengelegt und kritisierbar gemacht.
Wie das Projekt finanziert wird
Finanzierung, Sponsoring und wesentliche Kooperationen werden dokumentiert. Kommerzielle Einnahmen dürfen den Fragebogen, die Freigabe von Daten und die Darstellung der Ergebnisse nicht beeinflussen.
Was der Monitor leisten kann und was nicht
Die offene Teilnahme führt zu Selbstselektion. Der Monitor ersetzt deshalb keine repräsentative Bevölkerungsstudie.
Er kann jedoch zeigen, welche Motive innerhalb einer themennahen Stichprobe genannt werden, wie konkret Planungen sind und wie sich veröffentlichte Erhebungsstände voneinander unterscheiden.
Kritik ist Teil der Arbeit
Hinweise auf methodische Schwächen, fehlerhafte Zahlen oder missverständliche Formulierungen sind ausdrücklich willkommen. Wesentliche Korrekturen werden sichtbar in den Korrekturen dokumentiert. Die zugrunde liegenden redaktionellen Standards beschreiben, wie Inhalte entstehen und geprüft werden.